Das Seminar setzt sich zum Ziel, die Grammatik der deutschen Gegenwartssprache mit kognitiven Aspekten in Beziehung zu setzen. Anhand ausgewählter sprachlicher Variablen wird die sprachliche Variation systematisch aus drei Perspektiven betrachtet: 1. strukturell orientierte Untersuchung der jeweiligen Variable mit Hinweis auf deren Sprachgebrauch und Beschreibung in der vorliegenden Fachliteratur und Kodifizierung; 2. die soziale Perspektive, die das Verhalten unterschiedlicher Akteure (Laien, Lehrer) zu den konkurrierenden Varianten in unterschiedlichen sozialen Kontexten beleuchtet, und 3. kognitive Aspekte der Produktion und Verarbeitung der Konkurrenzvarianten.
Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg verlaufen. Während der ersten Semesterhälfte (Anfang Oktober bis Mitte November) konzentrieren wir uns auf Analysen der grammatischen Phänomene. Der Dezember ist für die Vorbereitung der Präsentationen reserviert, mit denen die SeminarteilnehmerInnen auf einem gemeinsamen Kolloquium in Freiburg vor Weihnachten auftreten. Hier kommt es zur Erweiterung der Perspektiven um die kognitiven Fragen, die von der Freiburger Seite übernommen wird.
Als Voraussetzung für die Erteilung von ECTS gelten die Erarbeitung einer Präsentation und der Vortrag im Rahmen des Freiburger Kolloquiums.
Lernziele/Kompetenzen: Studierende lernen interdisziplinär aufgebaute Forschungsfragen zu formulieren und zu diskutieren. Dabei vertiefen sie ihre Kompetenzen in ausgewählten quantitativen und qualitativen Methoden, die der jeweiligen Datenerhebung/-auswertung zugrunde liegen.